Ursprüngliches Grillen: Am Anfang war das Feuer

St. Johann – Es ist schon ein Kreuz mit dem Grillen, pünktlich zum Frühling wird jedes Jahr ein neuer Trend angefacht, damit für das nächste teure Gerät Kohle lockergemacht wird. Nicht so heuer, denn jetzt kann man Fleisch einfach aufs Kreuz legen, auf das schräg aufgestellte Eisenkreuz. Eine gute Glut entfachen, das Fleisch durchgaren und schon verwandelt man die normale Grillerei in ein „Asado“, ein argentinisches Volksfest.

Das spanische Wort „asad­o“ bedeutet schlicht „Braten“ oder „gegrilltes Fleisch“, doch es bedeutet vor allem in Argentinien viel mehr. Der Grillmeister kümmert sich stundenlang um die Glut und verköstigt seine Gäste am offenen Lagerfeuer bis in die Nachtstunden. Dieser archaische Zugang zum Kochen hat den Tiroler Grill-Weltmeister Franz Größing in den Bann gezogen: „Für mich ist Asado ein offenes Feuer, die Natur und Romantik. Die Menschen haben es viele tausend Jahre so gemacht, dass sie Lebensmittel über der Glut mit der Strahlungshitze gegart haben. So wird das Essen leichter verdaulich“, erklärt der gebürtige Kärntner, der seit Jahren in St. Johann eine Grillakademie betreibt.

Seinen Schülern lehrt er unter anderem, dass die Lebensmittel beim „Asado“ nicht direkt mit der Flamme in Kontakt kommen sollen. Die Glut wird zum Grillgut hingeschaufelt.

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